Warum sollte man keine Warum-Frage stellen?

“Warum haben Sie das gemacht?”
“Warum haben Sie sich für dieses Gerät entschieden?”

Warum-Fragen können sehr gefährlich sein, besonders wenn Ihnen das Gespräch wirklich wichtig ist.

 

Keine andere Frage schreit förmlich so sehr nach Rechtfertigung wie die “Warum-Frage”:

Wir glauben, uns und unsere Vorgehensweise verteidigen zu müssen und tun dies auch. Oder schalten auf stur, weil wir denken, wir sollen uns rechtfertigen, was wir aber nicht wollen.
Beide Wege führen nicht selten zu Unverständnis auf der Seite des Fragenden, der im besten Fall lediglich sein Interesse bekundet, was beim Antwortenden wieder auf Unverständnis stößt:

Willkommen in einer gemeinen Warum-Frage-Spirale!

Nur wenige Menschen reagieren entspannt auf die “Warum- Frage”, daher ist es gut, diese, ganz besonders in Konfliktsituationen, nicht zu stellen, stattdessen werden Ihnen diese Alternativen helfen:

  • “Was waren die Gründe/Ihre Motivation, das zu tun?”
  • “Was sprach aus Ihrer Sicht für dieses Gerät?”
  • “Wie kam es dazu?”

Offene Fragen, die nicht in die Ecke drängen, nicht anklagen, sondern dem Gegenüber das Gefühl vermitteln, an den Beweggründen interessiert zu sein.

Probieren Sie das unbedingt auf, wenn Sie Kinder haben.
Keine Frage ist schlimmer als „Warum hast du das gemacht?“, was soll man da auch antworten? Jeder Teenager wird Ihnen das mit seiner Reaktion zeigen, was er gerade denkt.

Auf der anderen Seite:
Bleiben wir, sehr bewusst, einfach auch mal entspannt, wenn wir eine “Warum-Frage” gestellt bekommen und setzen voraus, dass unser Ansprechpartner uns gar nichts Böses will.
Soll vorkommen, selbst in Konfliktsituationen.

 

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