Leitplanken für schwierige Gespräche

Ein schwieriges Gespräch zu führen, oder einen Konflikt zu lösen, kann extrem anstrengend und aufwühlend sein. Die Emotionen schwappen über, gleichzeitig will man für seine eigenen Interessen einstehen, während man auf der anderen Seite aber auch “einfach gerne Frieden hätte”. Die folgenden Leitplanken ermöglichen es Ihnen, sich in Konfliktsituationen sicherer zu bewegen, damit Sie und alle Beteiligten möglichst schnell ans Ziel gelangen.

Schwierige Gespräche leicht gemacht

Besonders wenn der Konflikt schon länger besteht, die Zeit rennt oder das Wochenende vor der Tür steht, will man “mal eben schnell” das Gespräch führen. Klappt natürlich nicht, denn ginge es zügig, gäbe es vermutlich keinen Konflikt. Fahren Sie also langsam, nehmen sich Zeit, bitten vorab den Gesprächspartner um einen Termin und geben Sie ihm die Möglichkeit, sich auf das Gespräch vorzubereiten, indem Sie ihm den Grund für den Termin nennen.

Leitplanken in schwierigen Gesprächen geben Sicherheit!

“In der Präsentation steht auf Seite 8 nicht das Firmenlogo.” statt “Die Präsentation ist Mist!”.
“Vergangen Dienstag und Donnerstag kamen Sie dreißig Minuten zu spät!” statt “Nie kommen Sie pünktlich!”
Sprechen Sie über Fakten, nicht über Allgemeinplätze a la “Immer” oder “Dauernd”, somit helfen Sie auch ihrem Gesprächspartner und kommen gar nicht erst in Versuchung, alles über einen Kamm zu scheren.

1. Interesse
Sagen Sie Ihrem Gesprächspartner, woran Sie Interesse haben, was Ihnen wichtig ist, wofür Sie momentan einstehen und äußern klar und ruhig Ihren persönlichen Standpunkt.

2. Ziel und Lösungsvorschlag

Was ist Ihr Wunsch? Wie sieht die optimale Situation aus? Was ist das Ziel? Werden Sie konkret, bieten wenn möglich einen Lösungsvorschlag und bleiben im besten Fall offen für weitere Alternativen, denn Ihr Lösungsvorschlag muss nicht zwangsläufig der Beste sein.

Das Gespräch läuft zügig vorwärts, wenn Sie die einzelnen Schritte mit offenen Fragen verbinden. Wenig wirkt so schlichtend, entgegenkommend und konstruktiv wie Fragen, die aus echtem Interesse gestellt werden.

Die Fragen können lauten:

  • Was halten Sie davon?
  • Wie ist Ihre Meinung dazu?
  • Welche Alternativen sehen Sie?

Das alles in einer verbindenden Sprache, in der Sie zum Beispiel Worte wie “gemeinsam”, “uns” oder “wir” nutzen, bringt Sie in schwierigen Gesprächen ans Ziel, sofern Sie das, was Sie sagen, auch wirklich so meinen. Denn alles andere sind Spielchen, die mit Sicherheit den Wagen ins Schleudern bringen.

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