Konfliktlösungen gesucht. Wirklich?

Es erstaunt mich immer wieder, wenn in der gemeinsamen Zusammenarbeit Ziele definiert werden sollen wie z.B.:

  • Es darf kein Mitarbeiter das Team verlassen.
  • Das Verhalten der Führungskraft darf nicht von den Teammitgliedern angezweifelt werden.
  • Über Fehler im Vertrieb brauchen wir erst gar nicht zu reden, die können wir nicht lösen.
  • Wir wünschen uns Rollenspiele, an den eigenen Konflikten zu arbeiten, ist uns zu anstrengend.

Stattdessen ist man bestrebt, dem Team, oberflächlich betrachtet, den Eindruck zu vermitteln, Konflikte zu lösen und sie ernst zu nehmen, plant einen Workshop und wundert sich dann, wenn es kracht?! Welche Externen machen dieses Spiel eigentich mit?

Ziele einer Mediation oder eines Workshops können u.a. sein:

  • Konflikte zu klären,
  • Klarheit zu gewinnen,
  • diese ebenso zu äußern,
  • “reinen Tisch” zu machen,
  • wenn noch vorhanden, Vertrauen zu stärken oder aufzubauen,
  • Schwachstellen im Team/Unternehmen/Projekt zu benennen und zu optimieren.

Es kann keine Option sein, vorab festzulegen, was alles nicht besprochen werden darf, denn meistens liegt genau dort das Problem, ist genau an der Stelle Lösungsbedarf, ist genau dort der Punkt, der die meiste Energie abzieht.

Wenn es um Konfliktlösungen geht, geht es um Klarheit. Und die ist oft, im ersten Moment, nicht besonders schön, aber das ist auch nicht ihr Anspruch.

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