Ausreden: Die schlechteste Art, Nein zu sagen

Es gibt zahlreiche Gründe, nicht Nein zu sagen, es gibt unendlich viele, es doch zu tun. Ausreden zu finden ist leicht, doch wer sich auf den Weg des Neinsagens begibt, sollte sie hinterfragen.

Ja sagen ist leicht

Halbherzig Ja zu sagen ist Verrat. An sich, dem eigenen Leben, den Visionen und Träumen, den Wünschen und Bedürfnissen. Wer nicht wirklich so gemeinte Jas sagt, der belügt sich selbst. Auf Dauer ist das nicht nur traurig, es macht auch sicher nicht glücklich. Jedes halbherzige Ja ist ein starkes und klares Nein: in die eigene Richtung, zu sich selbst, dem eigenen Leben.

Wer anfangen möchte, sich selbst wichtig zu nehmen, für sich selbst einzustehen und Reaktionen lernt auszuhalten, hat viel gewonnen.

Wem nutzt es, wenn alle zufrieden sind, aber Sie selbst unglücklich? Niemand wird Sie hassen oder mobben, wenn Sie anfangen Nein zu sagen, sollten Sie dies befürchten, sind es Ihre Ängste, von denen Sie sich auf einen Weg bringen lassen, der auf den ersten Blick leicht ist, erneut hingesehen jedoch nie Vorteile bringt.

Machen, was richtig ist, nicht das, was leicht ist.

Die Klarheit eines Neins ist im ersten Moment nicht immer angenehm, doch sie erleichtert einen selbst, das Leben und die Beziehungen jeglicher Art ungemein. Zumindest langfristig. Kurzfristig kann es sehr wohl für Irritationen sorgen, doch wenn Abstand die Konsequenz ist, dann ist dies der Klarheit des Neins zu verdanken. Denn jedes starke Nein zieht automatisch auch ein klares Ja mit sich, kein halbherziges Ja, ein klares, echtes und starkes. Und den Unterschied werden Sie schnell bemerken.

Fragen Sie sich, wie hoch der Preis für Ihre halbherzige Jas ist:

  • Welche Energie müssen Sie aufbringen, um zusätzliche Arbeit zu leisten?
  • Welche Aufgaben bleiben stattdessen unerledigt?
  • Was haben Sie sich aufschwatzen lassen an Projekten und Tätigkeiten? Womit und wieviel haben Sie bezahlt?

Ausreden: Die schlechteste Art, Nein zu sagen

„Ich traue mich nicht“, „Es wird nur Ärger geben“ oder „Das gibt nur Probleme“ sind Ausreden, sicher keine Argumente. Es ist leicht, sich hinter ihnen zu verstecken und somit der Gefahr der Veränderung zu entgehen.

Machen Sie sich bewusst auf die Suche nach Ihren Ausreden. Sind es die Kunden, die Kinder, Partner oder alle zusammen? Gehen Sie auf Ihre persönliche Spurensuche, spielen Sie Detektiv und fangen an, sich selbst wichtig und erst zu nehmen. Achten Sie auf Ihre Beweggründe, nicht Nein zu sagen. Und wenn Sie wieder eine Ausrede nutzen wollen, lassen Sie es und benennen den wahren Grund. Sie werden sehr schnell merken, dass es nur wenige gibt, die wirklich zählen. Und schon sind Sie einen Schritt weiter auf Ihrem Weg des Neinsagens.

(Dieser Artikel entstand in Anlehnung an mein Buch Ja zum Nein)

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